Grafiktablett Vergleich

Grafiktablett Vergleich und Ratgeber [acf field=“contact_fax“ post_id=“option“ /]

Ein computerbezogener Arbeitsplatz ohne Grafiktablett, Zeichenpad, Digitalisiertablett oder auch Pen Tablet genannt, ist in der heutigen Zeit wie ein Fahrzeug ohne Räder – mit anderen Worten ein „must have“. Insbesondere in der Szene der Online Marketer, Designer, Creator usw. sind solche Grafiktabletts heute nicht mehr wegzudenken. Die unzähligen Möglichkeiten die sich bieten vereint mit den günstigen Anschaffungskosten sprechen für solche Grafiktabletts. Ein Grafiktablett ist vergleichbar mit einer herkömmlichen Maus, bietet aber eine viel höhere Genauigkeit, die Möglichkeit mit Druckstärke zu arbeiten und mit einfachen Schritten wunderschöne Kunstwerke zu schaffen.

Das waren jetzt nur kleine Aspekte die für den Kauf eines Grafiktabletts sprechen. Im folgenden werden wir Ihnen weitere Vor- aber auch Nachteile zeigen, womit Sie dann entscheiden können, ob ein Grafiktablett zu Ihren Arbeitsplatz passt oder nicht. Zudem zeigen wir Ihnen unabhängige Grafiktablett Testberichte zu den gängigsten Modellen von Wacom, Huion, UGEE und Genius.

Das Grafiktablett – Portrait und Erklärung

Wie oben bereits erwähnt dient das Grafiktablett als „Ersatz für die Maus“ – mit anderen Worten – es ist ein digitales Eingabegerät, welches bereits verarbeitete Daten in Form von kleinen Datensätzen an den Rechner sendet. Das Grafiktablett besteht banal gesagt aus zwei simplen Elementen: dem tatsächlichen Tablett / Brett auf dem gearbeitet wird und den dazu gehörigen Stift, auch Stylus genannt.

Die Funktion des Grafiktabletts lässt sich relativ einfach erklären. Sobald der Stift in Bewegung gesetzt wird und er sich oberhalb des Tabletts befindet, wird das erzeugte elektrische Feld des Tabletts gestört und dadurch Impulse ausgelöst. Diese Impulse enthalten mehrere Informationen wie Position und Druckstärke, welche in den meisten Fällen im Tablett digital verarbeitet und an den Rechner gesendet werden. Je nach Preisklasse und Modell können auch weitere Informationen verarbeitet werden, wie Neigung und die Drehung des Stylus.

Die Technik im Grafiktablett

Die Technik hinter dem Grafiktablett ist sehr schlicht und einfach gehalten. Der Eingabestift bzw. Stylus enthält eine Spule, die ein gerichtetes elektromagnetisches Feld erzeugt. Sobald der Eingabestift über das Grafiktablett fährt – weiteres Magnetfeld – , entsteht eine Induktion am Grafiktablett. Diese Induktion verursacht eine Änderung des Magnetfeldes, welche wiederum mithilfe von Leiterschleifen (einfache elektrische Leitungen) aufgenommen und verarbeitet wird. Diese Induktionen reichen aus um eine sehr hohe Genauigkeit der Position zu gewährleisten.

Für die weiteren Informationen wie Druckstärke und Tastendruck werden zusätzliche Induktionen in das bereits vorhandene Signal addiert und ergeben somit ein bestimmtes Muster, welches für die mitgelieferte bzw. am Tablett integrierte Software eindeutige Zeichen darstellt. Auch hier ist je nach Preisklasse und Modell noch zu erwähnen, dass es auch Grafiktabletts gibt, welche bereits ein druckempfindliche Oberfläche besitzen und dafür kein zusätzliches Signal erzeugt werden muss.

[alert style=“success“]INFO: Bei den Stiften unterscheidet man zwischen aktiven und passiven Eingabegeräten. Erstere besitzen eine Batterie im Stiftrücken, womit der Stift ohne zuführen eines Grafiktabletts bereits ein Magnetfeld erzeugt. Letztere benötigen das Magnetfeld eines Grafiktabletts um überhaupt eine Induktion zu ermöglichen.[/alert]

Zusätzliches Werkzeug für das Grafiktablett:

Beim herkömmlichen Grafiktablett sind meist nur ein Stift und das Grafiktablett an sich inkludiert. Möchte man aber ausgefallenere Logos und 3D Animationen erstellen, dann gibt es die Möglichkeit auf zusätzliche Utensilien zu greifen. Dazu zählt in erster Linie der sogenannte Puck. Dies ist eine Computermaus, welche am oberen Ende eine Fadenkreuz hat. Mithilfe des Fadenkreuzes gelingt das exakte anzielen einzelner Pixel bzw. einzelner Punkte beim bearbeiten des Bildes. Von der Funktionsweise unterscheidet sich hier nichts vom herkömmlichen Stylus – Spule mit magnetischem Feld.

Bei der Wahl des zusätzlichen Werkzeuges sollte lediglich auf die Kompatibilität zwischen den Grafiktabletts geachtet werden. Deshalb sollten Sie stets für WACOM Grafiktabletts auch das dazugehörige Werkzeug kaufen. Grund ist, dass die Konfiguration meist voll automatisch funktioniert und es kein zusätzliches einstellen benötigt.

Neben diesen zusätzlichen Grafiktablett Zubehör, gibt es auch noch zusätzliche Tasten – mechanische und virtuelle, welche sich meist am Rand des Grafiktabletts befinden. Diese können mit Schnellfunktionen belegt werden und ermöglichen es schnell zwischen den Werkzeugen zu wechseln.

[alert style=“success“] INFO:

Wie oben bereits erwähnt sind Grafiktabletts mit Computermäusen vergleichbar, arbeiten aber nach einem anderen Prinzip. Bei Computermäusen wird immer die Wegdifferenz gemessen und danach der Mauszeiger bewegt. Bei Grafiktabletts wird nach absoluten Koordinaten bewegt. Das bedeutet, dass das linke Eck des Grafiktabletts auch das linke Eck des Computerbildschirmes ist. Bewegt man den Stylus an das untere rechte Eck, dann befindet sich auch der Mauszeiger im unteren rechten Eck. Mit anderen Worten – jeder Punkt am Tablet ist auch ein Punkt am Bildschirm.

Sollten Sie ein Retina Display verwenden, so empfiehlt es sich ein Grafiktablett mit hoher Auflösung zu verwenden.

[/alert]

Wer bzw. wann benötigt man ein Grafiktablett?

Eine exakte Berufsgruppe bzw. ein Berufsfeld kann man so nicht bestimmen. Vielmehr muss man hier herausfiltern wer möglicherweise in Berührung mit einem Grafiktablett kommen könnte. Den Erfahrungen zufolge gibt es einige Berufe in denen so ein Tablett nicht mehr wegzudenken ist. Dazu zählen vor allem jene Berufe in der Filmbranche, der Spieleherstellung, im Grafik- und Webdesign und noch viele andere.

Der Anwendungsbereich ist enorm groß, weshalb es grundsätzlich in jedem computerbezogenen Beruf denkbar wäre ein Grafiktablett zu verwenden.

Dies war jetzt sehr grob zusammengefasst und Sie stellen sich bestimmt immer noch die Frage, ob Sie ein Grafiktablett benötigen oder nicht. Dazu haben wir uns folgendes überlegt. Beantworten Sie folgende Fragen mit einem „JA“ – dann können Sie davon ausgehen, dass ein Grafiktablett das richtige für Sie sein wird.

  1. Benützen Sie für Ihre Zeichnungen einen Stift?
  2. Möchten Sie Ihre Bilder oder Skizzen digitalisieren?
  3. Kennen Sie Gimp, Paint, Photoshop?
  4. Möchten Sie professionelle Bilder auf Ihrem Rechner erstellen?

Haben Sie die oben gestellten Fragen mit einem „Ja“ beantworten können? – Dann werden Sie mit einem Grafiktablett glücklich werden!

Grafiktablett mit Display oder ohne – welches ist besser?

Wie der Titel schon preis gibt, gibt es nun zwei verschiedene Arten an Grafiktabletts. Jene mit Display und jene ohne Display. Welche Art besser ist lässt sich pauschal nicht sagen, vielmehr hängt es von den jeweiligen Präferenzen der einzelnen Anwender ab. Im folgenden werden beide Arten an Grafiktabletts vorgestellt und später näher darauf eingegangen.

Grafiktabletts ohne Display

Die am meist verbreiteten Grafiktabletts sind jene ohne Display. Das liegt einerseits an den günstigen Einstiegspreisen und andererseits an der einfachen Handhabung – nach einer kurzen Eingewöhnungsphase fühlt sich das Arbeiten am Grafiktablett an wie wenn man mit einem Stift am Blatt Papier zeichnen würde. Diese Grafiktabletts verfügen über eine berührungsempfindliche Oberfläche – ähnlich wie die das Touchpad eines Notebooks – mit dem Unterschied, dass es absolute Koordinaten sind und das Touchpad nur mit einem Stylus bzw. Stift funktioniert. Je nach Preisklasse gibt es auch Grafiktabletts ohne Display die auch über eine Touch-Funktion verfügen. Das bedeutet, dass man dann auch ohne Stift mit den Fingern arbeiten kann.

Der Unterschied bei den Grafiktabletts

Grafiktabletts ohne Display ist eine Art Ersatz für die Computermaus, welche im Gegenteil zur Maus besser in der Hand liegt und auch Schwungzeichnungen möglich macht. Es wird zwar eine kurze Gewöhnungszeit benötigt, diese ist aber im Vergleich zu den Ergebnissen die man dann erzielt vernachlässigbar. Der große Vorteil bzw. Unterschied zum Grafiktablett mit Display liegt darin, dass man den gesamten Zeichenbereich im Blick hat. Da die Handfläche nicht am Display, sondern am Grafiktablett liegt und somit nichts abdeckt.

Grafiktabletts mit Display

Im Gegensatz zum Grafiktablett ohne Display, hat das Grafiktablett wie der Name schon sagt einen integrierten Touch Display, welcher einem Tablet PC ähnelt bzw. in einigen Fällen sogar einen eigenen Rechner darstellt. Der große Vorteil ist klar erkenntlich, da man hier keinen zusätzlichen Bildschirm benötigt und auch die Gewöhnungszeit entfällt.

[alert style=“success“]INFO: Einen kleinen Nachteil haben die Grafiktabletts mit Display. Die Farbdarstellung auf den Displays entspricht nicht immer der Realität, weshalb man nach Fertigstellung des Bildes ein paar Testausdrücke machen müsste um die Farben den wünschen anzupassen.[/alert]

Kaufratgeber – worauf achten beim Kauf!

Wenn Sie bis hierher gelesen haben, wissen Sie nun welche Arten von Grafiktabletts es gibt, wie diese funktionieren und wer Grafiktabletts benötigt. Jetzt wollen wir noch auf die jeweiligen Kaufkriterien eingehen und diese etwas genauer erläutern.

In folgenden Absätzen erklären wir was beim Kauf wichtig ist, was die absoluten no-go’s sind, welches Zubehör Sie womöglich brauchen könnten und vieles mehr.

Die Arbeitsfläche

Zum Einstieg in die Bildgestaltung bzw. Bearbeitung empfiehlt es sich ein günstiges Modell mit einer kleineren Arbeitsfläche zu wählen. Der Grund liegt darin, dass man sich zunächst einmal an die Arbeitsweise gewöhnen muss und nicht unnötiges Geld in neue Geräte investieren sollte, welches man später nicht mehr benötigt. Bei den Größen kann man zwischen DIN A3 bis DIN A6 frei wählen – welche Größe für Sie die Beste ist, können Sie anhand eines A3 Blatt testen. Dazu gibt es Faltmethoden um die einzelnen Größen vorab zu testen. Genaueres zu den DIN Normen finden Sie hier – DIN Norm.

Die Auflösung

Eines der wichtigsten, wenn nicht das Auswahlkriterium ist die Auflösung. Wenn die Auflösung nicht gut genug ist, wird das Zeichnen feiner und geradliniger Linien schwerer als es bereits ist. Je höher also die Auflösung, umso genauer und besser kann man am Grafiktablett arbeiten. Die Auflösung der Grafiktabletts wird nicht wie bei Monitoren in Pixel, sondern in LPI (lines per inch) angegeben. Je höher dieser Wert ist, umso genauer ist das Grafiktablett. Eine Mindestauflösung von 2540 lpi wird von unserer Seite empfohlen.

Die Touch Funktion – arbeiten mit Fingern?

Weiteres Kriterium könnte die zusätzliche Touchfunktion sein. Viele arbeiten gerne mit dem Touchpad des Notebooks, statt eine zusätzliche Maus zu verwenden. So kann man es auch beim Grafiktablett machen. Falls Sie planen das Grafiktablett auch als Touchpad zu nutzen, dann sollten Sie dieses Extra in Erwägung ziehen.

Die Druckstufen des Zeichenstiftes

Ein großer Vorteil der Grafiktabletts gegenüber herkömmlichen Computermäusen ist die Möglichkeit mit der Druckempfindlichkeit verschieden dicke Striche und Linien zu zeichnen. Je fester der Stift an das Grafiktablett gedrückt wird, umso dicker und fester wird er auch gezeichnet. Von unserer Seite werden 1024 Druckstufen empfohlen, je mehr umso besser.

Die Kompatibilität:

Man mag meinen, dass Grafiktabletts für Mac Betriebssysteme ausgelegt wurden, jedoch ist dem nicht so. Daher sollten insbesondere Mac User darauf acht geben, ob die Grafiktabletts auch kompatibel mit dem eigenen Arbeitscomputer sind. In vielen Fällen sollte es kein Problem sein, doch ein Auge sollte man darauf schon werfen. Die oben verglichenen Modelle sind auf jeden Fall mit Windows und Macintosh Computer kompatibel.

Zusatzprodukte und Zubehör für das Grafiktablett

Viele entscheiden den Kauf neuer Gerätschaften aufgrund einer kurzfristigen Notwendigkeit, jedoch bedenken sie nicht, dass man solche Produkte auch anderweitig und vielschichtiger verwenden kann. Verfolgt man jetzt die Absicht Geld zu sparen, kann es schnell passieren, dass man dann keine Ersatzteile oder Zusatzwerkzeuge mehr findet.

[alert style=“success“]INFO Beachtet, dass auch die Spitzen der Eingabegeräte stumpf werden können und ersetzt gehören. Deshalb sollte man vor dem Kauf überprüfen, ob der Hersteller auch solche Ersatzspitzen anbietet. Ansonsten könnte es später problematisch werden.[/alert]

Das Preis-Leistungs-Verhältnis

Gerade bei den Grafiktabletts sollte man nicht allzu geizen, da es einen enormen Unterscheid zwischen den einzelnen Herstellern gibt. Um einem doppelten Kauf vorzubeugen, sollte man unbedingt schon vor dem Kauf des ersten Grafiktabletts wissen was billig und was teuer ist bzw. welche Marken gut bzw. nicht so gut sind. Wir empfehlen in erster Linie Wacom, da diese nicht ohne Grund Markführer sind. HUION und UGEE sind weitere Marken die in Betracht gezogen werden können. Preislich befinden sich die Einsteigermodelle von Wacom im mittleren dreistelligen Bereich. Jene Geräte ohne auffindbare Informationen sollten gemieden werden, da diese im Problemfall womöglich keine Lösungsansätze im Internet haben.

Die Vor- und Nachteile von Grafiktabletts

In der folgenden Tabelle werden die Vor- und Nachteile gegenübergestellt. Mit dieser Tabelle erhoffen wir uns Ihnen bei der Entscheidung helfen zu können:

[row][col class=“col-sm-6″][alert style=“success“]Vorteile

  • schnelleres Arbeiten bei Skizzen und Notizen
  • Bilder einfacher und schneller digitalisieren
  • Papierloses arbeiten – kein Abfall
  • Ein Stift – tausende Funktionen und Farben
  • Für Links- und Rechtshänder anwendbar
  • Viele Funktionen in einem Gerät vereint
  • Technische Tasten mit variablen Funktionen
  • Kein lästiges radieren oder neustarten
  • sehr geringe Abnutzung[/alert][/col][col class=“col-sm-6″][alert style=“danger“]Nachteile
  • Es wird eine Gewöhnungszeit benötigt
  • Zusätzliches Mitbringsel
  • Benötigt extra Platz am Arbeitstisch[/alert][/col][/row]